Mein Wunsch zu modellieren begleitet mich bereits seit meiner Kindheit, als die ersten Schüsselchen und Figuren entstanden. Damals noch nicht aus Ton, sondern aus Wasser und der Erde aus Mamas Gemüsegarten.

Früh bemerkte ich die tiefe innere Ruhe, die beim Modellieren entstand.

Der Raum in mir und um mich herum begann sich neu zu definieren – ja, sich neu auszurichten.

Und so ist es noch heute.

Eine neue Welt beginnt sich mir zu erschließen, in der ich Formende und Geformte zugleich bin.

WER modelliert hier WEN? frage ich mich.

Es ist ein feines, fast intimes aufeinander Abstimmen. Ein Berühren und Berührt Werden.

Und ein FINDEN.

Ein Finden dessen, was entstehen will, wenn ich mich dem Ton und dieser lauschenden Stille anvertraue.

Wenn die konkreten Vorstellungen abtauchen dürfen, ja müssen, und an deren Stelle eine Öffnung entsteht. Und ein Dialog mit etwas, das namenlos bleibt und dennoch seinen Weg in die geformte Figur findet.